Ammit ist ein Wesen der altägyptischen Mythologie und zählt zu den bekanntesten Gestalten des Totengerichts. In Darstellungen besitzt Ammit meist den Kopf eines Krokodils, den Vorderkörper eines Löwen und den Hinterleib eines Nilpferds. Ihre Aufgabe bestand darin, die Herzen jener Verstorbenen zu verschlingen, die bei der Herzenswägung vor Osiris als unwürdig galten. Dabei wurde das Herz gegen die Feder der Maat gewogen, die für Wahrheit, Ordnung und Gerechtigkeit stand. War das Herz zu schwer, bedeutete dies das endgültige Scheitern im Jenseits.

Ammit war deshalb kein Schutzwesen, sondern die Verkörperung der letzten Konsequenz moralischen Versagens. Besonders bekannt ist sie aus dem ägyptischen Totenbuch, dessen Fassungen vor allem seit dem Neuen Reich, etwa ab 1550 v. Chr., verbreitet waren. Für das Verständnis der ägyptischen Religion ist Ammit wichtig, weil sie zeigt, wie eng Jenseits, Wahrheit und Verantwortung im alten Ägypten miteinander verbunden waren.

Das Bild einer Waage zwischen Diesseits und Jenseits Im alten Ägypten war der Tod kein plötzliches Ende, sondern der Beginn eines entscheidenden Übergangs. Genau an diesem Übergang erscheint eines der eindrucksvollsten Bilder der ägyptischen Vorstellungswelt: die Waage der Maat. Sie steht ...

„Alles, was wir sehen oder zu sehen glauben, ist nichts als ein Traum in einem Traum.“ Edgar Allan Poe

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