Im ersten Bezirk Wiens, unweit des Stephansdoms, verläuft eine schmale Gasse, deren Name seit Jahrhunderten Fragen aufwirft. Das Blutgäßchen, heute auch als Blutgasse bezeichnet, ist kurz, unscheinbar und leicht zu übersehen. Zwischen hohen Mauern öffnet sich nur ein schmaler Streifen Himm...
Die Blutgasse ist eine schmale historische Straße im ersten Bezirk von Wien und gehört zu den ältesten Gassen der Stadt. Ihr Name wird häufig mit einer Legende aus dem Mittelalter verbunden. Einer Erzählung zufolge sollen dort im Jahr 1312 mehrere Tempelritter nach ihrer Verfolgung durch kirchliche und weltliche Behörden getötet worden sein. Historiker halten diese Geschichte jedoch für wenig wahrscheinlich. Wahrscheinlich entstand der Name erst später und wurde mit dramatischen Erzählungen ausgeschmückt.

