Ein Volk zwischen Mythos, Macht und Anderswelt Wer sich mit der irischen Mythologie beschäftigt, stößt früher oder später auf die Tuatha Dé Danann. Kaum eine andere Gestaltengruppe wirkt zugleich so fern und so vertraut, so göttlich und doch so nah an der Landschaft Irlands. In den mittela...
Danu ist eine rätselhafte Gestalt der keltischen und besonders der irischen Mythologie. Sie gilt in vielen Deutungen als Muttergöttin, Erdgöttin oder weibliches Urprinzip und wird meist als Namensgeberin der Tuatha Dé Danann verstanden, also des sagenhaften Volkes der Göttin Danu. Zugleich ist ihre Figur nur schwer fassbar, denn in den erhaltenen mittelalterlichen irischen Texten tritt Danu kaum als eigenständige Erzäh lfigur auf. Viele ihrer Eigenschaften wurden daher später aus dem Namen und aus Vergleichen mit verwandten keltischen Traditionen erschlossen.
In der Forschung wird sie häufig mit Fruchtbarkeit, Weisheit, Naturkraft und göttlicher Abstammung verbunden. Gerade diese Unschärfe macht Danu für Mythologie und Sagenforschung so interessant. Als Glossarbegriff steht sie für die tieferen religiösen Wurzeln der irischen Überlieferung und für die Frage, wie aus alten Gottheiten später sagenhafte Völker und Gestalten wurden. Sie gehört damit zu den geheimnisvollsten Namen der keltischen Mythologie.
Tief im Herzen Irlands liegt ein Steinkreis, den Nebel oft wie ein graues Meer umhüllen. Alte Wälder umgeben ihn, und sie scheinen die Zeit selbst zu bewahren. Die Menschen nennen diesen Ort den Steinkreis von Danu. Der Legende nach erschuf ihn die keltische Muttergöttin Danu, um Wissen zu...


