Wenn der unsichtbare Schutzschirm zu flackern scheint Das Erdmagnetfeld gehört zu jenen Kräften, die jeder Mensch täglich nutzt und doch kaum bewusst wahrnimmt. Es lenkt Kompasse, schützt die Erde vor einem Teil der geladenen Teilchen aus dem All und bildet einen unsichtbaren Rahmen, in de...
Das Erdmagnetfeld ist das unsichtbare Magnetfeld der Erde, das durch Bewegungen von flüssigem Eisen und Nickel im äußeren Erdkern entsteht. Es schützt den Planeten vor einem Teil der geladenen Teilchen des Sonnenwinds und spielt deshalb eine wichtige Rolle für Atmosphäre, Navigation und Leben auf der Erde. Sichtbar wird seine Wirkung unter anderem durch Polarlichter sowie durch die Ausrichtung von Kompassen. Das Erdmagnetfeld reicht weit in den Weltraum hinaus und bildet dort die Magnetosphäre, die als eine Art Schutzraum um die Erde wirkt.
Sein Ursprung liegt tief im Erdinneren und wird seit dem frühen Verständnis des Geodynamos wissenschaftlich erforscht. Schon früh erkannten Seefahrer, dass sich Kompassnadeln nicht überall gleich verhalten. Moderne Messungen zeigen außerdem, dass sich das Erdmagnetfeld ständig verändert. Die magnetischen Pole wandern, regionale Schwankungen treten auf, und in der Erdgeschichte kam es mehrfach zu Umpolungen. Für Geophysik, Raumfahrt und Klimaforschung bleibt das Erdmagnetfeld deshalb ein zentrales und faszinierendes Forschungsfeld.

