Ein Brunnen, der schwieg Vor vielen Jahrhunderten stand auf der heutigen Wieden in Wien ein Brunnen, der kein Wasser mehr gab, und doch sprach man ständig über ihn. Niemand wusste, wann zuletzt ein Eimer hinabgelassen worden war, denn selbst die Ältesten konnten sich nicht erinnern, jemals...
Hungerbrunnen sind historische Steine oder Markierungen, die in Flüssen sichtbar werden, wenn der Wasserstand besonders niedrig ist. Solche Steine existieren beispielsweise in der Elbe und wurden oft mit Inschriften versehen, die auf vergangene Dürrejahre hinweisen. Viele dieser Markierungen stammen aus dem Mittelalter oder der frühen Neuzeit. Ihr Name entstand, weil niedrige Wasserstände früher häufig mit Missernten, Handelsproblemen und Hungersnöten verbunden waren. Heute gelten Hungersteine als historische Hinweise auf extreme Klimaperioden.

