Khnum ist ein altägyptischer Schöpfergott, der meist mit Widderkopf dargestellt wird und eng mit dem Nil, der Fruchtbarkeit und der Entstehung des Menschen verbunden ist. In der religiösen Vorstellungswelt formt Khnum den Menschen wie ein Töpfer aus Ton an der Töpferscheibe, weshalb er zu den markantesten Schöpferfiguren Ägyptens zählt. Sein Kult ist seit der 1. Dynastie, also ab etwa 2925 bis 2775 v. Chr., belegt und blieb über viele Jahrhunderte lebendig.

Besonders wichtig war Khnum auf Elephantine bei Assuan, wo er als Herr der Nilflut und als lebensspendende Gottheit verehrt wurde. Später spielte auch Esna eine bedeutende Rolle für seinen Kult. Khnum steht damit nicht nur für Schöpfung, sondern auch für Ordnung, Versorgung und Erneuerung. Für die ägyptische Mythologie ist er deshalb eine Schlüsselfigur, weil er Geburt, Naturkraft und göttliche Gestaltung in einer einzigen Gottheit vereint.

„Alles, was wir sehen oder zu sehen glauben, ist nichts als ein Traum in einem Traum.“ Edgar Allan Poe

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