Wenn der Fluss ein Gesicht bekam Wer im Alten Ägypten auf den Nil blickte, sah nicht nur Wasser, Schilf und fruchtbaren Schlamm. Der Strom war Lebensader, Verkehrsweg, Kalender und zugleich eine Macht, die sich dem menschlichen Zugriff immer wieder entzog. Er spendete Nahrung und brachte W...
Krokodilopolis ist der griechische Name einer bedeutenden altägyptischen Stadt im Fayyum, die im Alten Ägypten als Shedet bekannt war und ein wichtiges Zentrum des Sobek Kultes bildete. Der Name bedeutet wörtlich Stadt des Krokodils und verweist direkt auf die religiöse Verehrung des Krokodilgottes Sobek, der dort über viele Jahrhunderte hinweg eine zentrale Rolle spielte. In der Antike galt Krokodilopolis als Ort, an dem heilige Krokodile gehalten, gepflegt und kultisch verehrt wurden.
Besonders in griechisch römischer Zeit blieb die Stadt bekannt, obwohl sie später auch mit dem Namen Arsinoë verbunden wurde. Ihre Blüte steht in engem Zusammenhang mit der fruchtbaren Wasserlandschaft des Fayyum, die stark vom Nil und von Bewässerungssystemen geprägt war. Krokodilopolis ist deshalb für die ägyptische Mythologie, die Religionsgeschichte und die Nilkultur von großer Bedeutung. Wer nach Krokodilopolis sucht, findet einen Schlüsselort für Sobek, Tempelkult und altägyptische Tierverehrung.

