Nut und Geb sind in der ägyptischen Mythologie die personifizierten Kräfte von Himmel und Erde. Nut verkörpert den Himmel, während Geb als Gott der Erde gilt. In vielen Darstellungen wölbt sich Nut sternenbedeckt über die Welt, während Geb unter ihr liegt. Zwischen ihnen steht Schu, der Gott der Luft, der beide trennt und so Raum für das Leben schafft. Diese Vorstellung ist seit dem Alten Reich belegt und prägte das kosmische Weltbild des alten Ägypten über viele Jahrhunderte.

Der Mythos von den Beiden erklärt nicht nur die Trennung von Himmel und Erde, sondern auch die göttliche Ordnung des Universums. Zugleich gelten beide als Eltern wichtiger Gottheiten wie Osiris, Isis, Seth und Nephthys. Dadurch nimmt ihre Sage eine zentrale Stellung in der ägyptischen Religion ein. Für die Menschen am Nil war diese Erzählung mehr als ein Bild. Sie deutete den Lauf der Sonne, die Struktur des Kosmos und die Verbindung zwischen Schöpfung, Fruchtbarkeit und Jenseits. Nut und Geb gehören deshalb zu den bedeutendsten Gestalten der ägyptischen Mythologie.

„Alles, was wir sehen oder zu sehen glauben, ist nichts als ein Traum in einem Traum.“ Edgar Allan Poe

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