Ein Name, der mehr sagt als er erklärt Mitten im ersten Bezirk von Wien, am historischen Platz Am Hof, trug ein Haus über Jahrhunderte einen Namen, der bis heute irritiert: Zum Hahnenbeiß. Während moderne Adressen nüchtern nummeriert sind, klang dieser Name nach Bewegung, nach Streit, nach...
Wien um 1514 – Zwischen Wissenschaft und Wunderglaube Zu Beginn des 16. Jahrhunderts befand sich Wien in einem Spannungsfeld aus mittelalterlicher Frömmigkeit und aufkeimender Renaissance. Während Humanisten antike Texte studierten und Universitätsgelehrte über neue Naturerkenntnisse strit...
Gestank, Elend und Nagetiere im alten Wien In den Vorstädten des alten Wien drängten sich ärmliche Hütten aneinander, und doch boten sie kaum Schutz vor Kälte, Nässe und Krankheit. Viele dieser Behausungen bestanden lediglich aus einem einzigen Raum, während Rauch durch einfache Öffnungen ...
Ein Gott der Gegensätze In den Nebeln der irischen Mythologie erhebt sich eine Gestalt, die zugleich gewaltig und vertraut wirkt. Dagda, oft als „der gute Gott“ bezeichnet, gehört zu den zentralen Figuren des keltischen Götterkreises. Doch „gut“ meint hier nicht moralische Harmlosigkeit, s...
Ein Brunnen, der schwieg Vor vielen Jahrhunderten stand auf der heutigen Wieden in Wien ein Brunnen, der kein Wasser mehr gab, und doch sprach man ständig über ihn. Niemand wusste, wann zuletzt ein Eimer hinabgelassen worden war, denn selbst die Ältesten konnten sich nicht erinnern, jemals...
Als die Donau noch ungezähmt war Vor sehr vielen Jahren, als Wien kaum mehr als ein kleines Städtchen gewesen ist, lebten am Ufer des mächtigen Stromes einfache Fischersleute. Damals floss die Donau nicht ruhig und gebändigt in ihrem Bett, sondern sie verzweigte sich in zahlreiche Arme, di...






