Seit Jahrtausenden ragen die Pyramiden von Gizeh aus der Ebene westlich des Nils empor. Sie wurden um 2600–2500 v. Chr. errichtet und zählen zu den ältesten noch erhaltenen Bauwerken der Menschheit. Trotz intensiver Forschung haben sie nichts von ihrer rätselhaften Wirkung verloren. Währen...
Die ägyptische Mythologie umfasst die religiösen Vorstellungen, Göttergeschichten und Jenseitsideen des alten Ägypten und gehört zu den einflussreichsten Mythensystemen der Antike. Sie entwickelte sich über mehrere Jahrtausende und prägte Tempelkulte, Bestattungsriten, Herrschaftsideen und das tägliche Leben entlang des Nils. Im Zentrum stehen bekannte Gottheiten wie Osiris, Isis, Seth, Horus, Re und Anubis, die jeweils mit Naturkräften, Ordnung, Tod, Wiedergeburt und königlicher Macht verbunden waren. Anders als viele moderne Nacherzählungen zeigt die ägyptische Mythologie keine starre, einheitliche Form, sondern zahlreiche regionale Varianten und wechselnde Deutungen je nach Epoche.
Ihre Wurzeln reichen bis in das 4. und 3. Jahrtausend vor Christus zurück. Besonders wichtig war der Gedanke der Maat, also der kosmischen Ordnung, die Götter und Pharaonen bewahren sollten. Zugleich spielte das Leben nach dem Tod eine zentrale Rolle. Deshalb ist die ägyptische Mythologie bis heute so faszinierend, weil sie Religion, Symbolik, Herrschaft und Jenseitshoffnung in einer außergewöhnlich dichten und bildstarken Tradition vereint.

